Kreis Heinsberg, 4. Juni 2020:
Vor einem Jahr eröffnete die "Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung" für den Kreis Heinsberg, kurz EUTB.

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanzierte Beratungsangebot ist für Ratsuchende kostenlos und richtet sich an Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen, ihre Angehörigen sowie an interessierte Bürger. Im August 2020 wurde beschlossen, die Finanzierung der Beratungsstelle bis zum 31.12.2022 zu verlängern. Damit ist auch der geplante Ausbau der Beratungsangebote gesichert. Vor allem im Hinblick auf eine Peer-Beratung sowie eine mobile Beratung mit geschulten Menschen mit Behinderung soll das Beratungsangebot erweitert werden.

(v.l.n.r.): Simon Jansen, EUTB, Wilfried Oellers, Bundestagsabgeordneter und Behindertenbeauftragter der CDU/CSU - Fraktion, Gabriele Sponholz und Adelheid Venghaus, EUTBRund 150 Ratsuchende haben die unabhängige Teilhabeberatung im ersten Jahr in Anspruch genommen, 232 Beratungsgespräche fanden statt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand häufig die aktuelle Lebenssituation und individuelle Beeinträchtigung, der erforderliche Hilfebedarf der Ratsuchenden sowie die Erläuterung der spezifischen Dienstleistungen der unterschiedlichen Anbieter.
Die Rückmeldungen der Ratsuchenden seien sehr positiv, stellen die Teilhabeberater fest. "Jetzt weiß ich endlich, wo ich hingehen muss", sei ein häufiges und nachvollziehbares Feedback, da die Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung heute umfangreich und vielfältig geworden sind. "Wir bringen Struktur in das Leben der Ratsuchenden und wollen diese in deren Selbstständigkeit stärken", berichtet EUTB-Berater Simon Jansen.
Wilfried Oellers, Bundestagsabgeordneter und Behindertenbeauftragter der CDU/CSU-Fraktion, besuchte die EUTB und resümierte das vergangene erste Jahr der unabhängigen Teilhabeberatung im Kreis Heinsberg. Als Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales hat sich Wilfried Oellers maßgeblich für die Etablierung der ergänzenden, unabhängigen Teilhabeberatung in Deutschland eingesetzt: "Es freut mich ungemein, dass das Angebot so gut angenommen wird. Damit ist eine stabile Grundlage geschaffen worden, um die EUTB weiter auszubauen."

Die EUTB wird im Kreis Heinsberg in gemeinsamer Trägerschaft vom Caritasverband für die Region Heinsberg e.V., der Katharina Kasper ViaNobis GmbH sowie der Lebenshilfe Heinsberg e.V. verantwortet. Das Angebot wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Die Beratungsstelle ist in Hückelhoven, Jülicher Straße 13.
Mehr Infos unter http://eutb-hs.de/